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Die BOOT.INI von Windows 2000
Die BOOT.INI ist unter Windows 2000 folgendermaßen aufgebaut:



  1. [boot loader] - Infos für Autostart.


  2. timeout=30 - Wartezeit bis zum automatischen Start.


  3. default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)WINNT - Betriebssystem, das automatisch gestartet werden soll.


  4. [operating system]- Das Bootmenü zur Auswahl.


  5. multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)WINNT="Microsoft Windows 2000 Professional /fastdetect "


  6. D:="Windows" - weiteres Betriebssystem (nur wenn z.B. Windows 95/98/ME parallel installiert ist!).




Die Begriffe bei [operating system]:


  1. multi(0) - IDE-Festplatten bzw. SCSI-Controller mit BIOS.


  2. scsi - SCSI-Controller ohne BIOS.


  3. rdisk(0) - SCSI-LUN-Nummer der entsprechenden Festplatte.


  4. disk(0) - Nummer des SCSI-Busses.


  5. partition(1) - Nummer der Partition, auf der sich das BS befindet, es wird bei 1 angefangen zu zählen.


  6. signature(8b467c12) - Diesen Wert gibt es ab Windows 2000 und wird hinzugefügt, wenn einer der folgenden Bedingungen zutrifft:



    • Die Partition, auf der Sie Windows 2000 installiert haben ist grösser als 7,8 GByte.


    • Der Startzylinder liegt über 1024 so das für das Booten nicht die BIOS Funktion INT13 benutzt werden kann.


    • Sie haben Windows 2000 auf einer SCSI-Festplatte installiert, die an einen SCSI-Controller hängt, wo das BIOS ausgeschaltet wurde. Auch hier kann dann nicht die BIOS-Funktion INT13 zum Booten benutzt werden.




Parameter:

  1. /BASEVIDEO - System verwendet den Standard VGA-Treiber.


  2. /CRASHDEBUG - Automatische Wiederherstellung des Systems.


  3. /NOSERIALMICE - Deaktiviert die Erkennung einer seriellen Maus an der oder den angegebenen Schnittstellen. Diese Einstellung wird verwendet, wenn Windows NT eine Komponente an dieser Schnittstelle wie z.B. ein Modem für eine Maus hält. Angabe: [COMx oder COMx,y,z]


  4. /DEBUG - Ein externer (Kernel-)Debugger ist generell "aktiv". NT lässt sich von dort aus unterbrechen. Optional /DEBUGPORT=COMx und /BAUDRATE=y für den dafür benutzen seriellen Port.


  5. /NODEBUG - Dadurch werden keine DEBUG-Informationen überwacht. Da das Überwachen sehr aufwendig ist und nur Entwicklern von Bedeutung ist, kann man damit das System schneller machen.


  6. /MAXMEM:n - Gibt an, wie viel Hauptspeicher NT maximal verwenden soll.


  7. /SOS - Zeigt die Treiber an, die während des Startens von NT geladen werden.


  8. /SCSIORDINAL:n - Wird verwendet, um zwei identische SCSI-Controller voneinander zu unterscheiden. Der Wert sollte beim zweiten SCSI-Controller auf 1 gesetzt werden.


  9. /WIN95[DOS] - Nur sinnvoll bei einer DOS-,Windows-95- und NT-Parallelinstallation: Ermöglicht die Auswahl des zu ladenden Betriebssystems aus dem NT-Loader heraus. Der Loader übernimmt dann das Umbenennen der DOS-Dateien (io.sys, msdos.sys, command.com, config.sys und autoexec.bat), was ansonsten Windows95 übernimmt, wenn beim Starten F4 oder F8 gedrückt wird.




    • Beispiel:


    • C:BOOTSECT.W95="Microsoft Windows 95" /WIN95

    • C:BOOTSECT.W95="MS DOS 6.22" /WIN95DOS

    • multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)WINNT="Windows NT Workstation 4.0"




  10. /ONECPU - Startet Mehrprozessorsysteme mit EINER CPU, alle anderen werden ignoriert.


  11. /NUMPROC=n - Startet NT mit der angegebenen Zahl von Prozessoren (Bei einem 4 Prozessor System, würde NT bei /NUMPROC=2 nur mit 2 Prozessoren arbeiten)


  12. /CLKLVL - Der Multiprozessor x86 (HALMPS.DLL) wird für eine gepufferte Systemuhr konfiguriert.


  13. /BREAK - Damit wird eingestellt, das die HAL an einem bestimmten "Breakpoint" beim laden stehenbleibt. NT wartet nun an diesen Punkt, bis eine Debuggingverbindung hergestellt wurde und setzt dann den Start weiter fort. Wird diese Option verwendet, ohne das auch der Schalter /DEBUG gesetzt wurde, bleibt NT mit einem "BLUE Screen" stehen.


  14. /BURNMEMORY=n - Mit den Wert wird in MByte angegeben wieviel Speicher NT nicht beachten soll, entgegengesetzt zum Schalter /MAXMEM der den zu verwendenden Speicher angibt. Bei der Angabe von /BURNMEMORY = 84 würde NT 84 MB vom gesamten Arbeitsspeicher als unbrauchbar weglassen.


  15. Die nachfolgenden Parameter sind aus der Win 2000 Build 2195.

  16. /NOGUIBOOT - Wenn Sie diesen Schalter setzen, wird nicht mehr der Grafiktreiber geladen, der dafür notwendig ist, den Bootvorgang grafisch darzustellen. Dieser Treiber wird zur Anzeige des Bootvorgangs verwendet und um bei einem "Blue Screen" die Informationen auszudrucken.


  17. /FASTDETECT - Bei einer Installation von Windows NT 4.0 und Windows 2000 wird eine unterschiedliche Arbeitsweise von NTDETECT verlangt. Bei Windows NT 4.0 wurde die Erkennung von Parallel- und Seriellen Ports noch durch NTDETECT durchgeführt, ab Windows 2000 gibt es dafür einen speziellen PLUG and Play Treiber, der dafür verantwortlich ist. Wird dieser Schalter gesetzt, wird die Erkennung über NTDETECT ausgeschaltet.


  18. /SAFEBOOT: - Diesen Schalter sollten Sie nicht selber setzen. Wenn Sie die Taste F8 beim Booten drücken, werden diese Schalter automatisch von Windows NT gesetzt.




    • Nach dem Doppelpunkt erfolgt die Angabe, wie NT booten soll:


    • MINIMAL - NT wird nur mit den minimalen Treiber gestartet, die im Registry Key unter "HKEY_LOCAL_MACHINE --> System -->CurrentControlSet --> Control --> SafeBoot" angegeben sind (Je nach Option dort unter dem Zweig "Minimal" oder "Network").


    • NETWORK - NT wird wie MINIMAL gestartet, jedoch nur aus dem Zweig Network für die Netzwerkunterstützung.


    • DSREPAIR - NT stellt das aktuelle Verzeichnis von einem Backup wieder her.





  19. /ALTERNATESHELL - Mit dem zusätzlichen Schalter können Sie angeben, das die unter "HKEY_LOCAL_MACHINE --> System --> CurrentControlSet --> SafeBoot --> AlternateShell" angegebene grafische Benutzeroberfläche anstatt des Explorer geladen wird.


  20. /INTAFFINITY - Durch diese Angabe wird bestimmt, dass bei Multiprozessoren (HALMPS.DLL) nur noch der höchste nummerierte Prozessor in einem SMP die Interrupts erhält. Normalerweise erhalten immer alle Prozessoren die Interrupts.


  21. /MAXPROCSPERCLUSTER=n - Hiermit stellen Sie die maximal zu benutzenden Prozessoren in einem Cluster ein. Das bedeutet, wenn Sie eine 8 Prozessormaschine benutzen und die in 2 Clustern mit jeweils 4 Prozessoren aufgeteilt haben, würden bei der Angabe von /MAXPROCSPERCLUSTER=2 nur jeweils 2 Prozessoren im Cluster verwendet werden.


  22. /TIMERES=n - Bei einem Multiprozessorsystem (HALMPS.DLL) setzt diese Option das Verhältnis des Systemtimers. Der von Ihnen angegebene Wert wird auf einen unterstützen Wert aufgerundet. Die Angabe erfolgt in 100 Nanosekunden. Standardmäßig benutzt NT 7.8.




    • Mögliche Werte sind:


    • 9766 -> .98


    • 19532 -> 2.0


    • 39063 -> 3.9


    • 78125 -> 7.8



    • Wenn Sie also /TIMERES=19000 angeben, wird NT einen Wert von 2.0 benutzen.



  23. /BOOTLOG - Wenn Sie diesen Schalter setzen, wird NT 2000 veranlasst unter %SYSTEMROOT% eine Datei "NTBTLOG.TXT" anzulegen. In dieser Datei führt NT ein Log mit allen Informationen (Treiber die geladen wurden und Ihren Fehler), die beim Starten von NT durchgeführt wurden.


 
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Verfasst am: 16.12.2001, 19:06
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