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Artikel 177: Behandlung häufig auftretender Active Directory-Probleme
Zusammenfassung: Einige verbreitete Probleme, die bei der Installation und Konfiguration von Active Directory auftreten, können einen teilweisen oder vollständigen Verlust der Funktionalität von Active Directory zur Folge haben. Zu diesen Problemen zählen unter anderem:
In diesem Artikel wird die Behandlung von Active Directory-Problemen anhand der Identifizierung häufig auftretender Konfigurationsprobleme beschrieben. Weitere Informationen zu den in diesem Artikel beschriebenen Problemen finden Sie in der Windows 2000-Hilfe sowie im Deployment Planning Guide. Kapitel 9 des Deployment Planning Guide beschreibt den Aufbau der Active Directory-Struktur, der für eine erfolgreiche Einrichtung von Active Directory für Windows 2000 von entscheidender Bedeutung ist. Weitere Informationen: Berücksichtigen Sie bei der Untersuchung von Active Directory-Setupproblemen bitte besonders die folgenden Elemente: Domain Name System (DNS): Sie müssen DNS korrekt konfigurieren, um die einwandfreie Funktion von Active Directory sicherzustellen. Überprüfen Sie die folgenden Konfigurationselemente, um zu gewährleisten, dass DNS fehlerfrei eingerichtet ist und die DNS-Einträge für Active Directory korrekt registriert werden:
DNS-IP-Konfiguration: Ein Active Directory-Server, der als Host für DNS fungiert, muss korrekt konfigurierte TCP/IP-Einstellungen haben. TCP/IP muss auf einem Active Directory-DNS-Server so konfiguriert sein, dass es auf sich selbst verweist, so dass sich der Server bei seinem eigenen DNS-Server registrieren kann. Um die aktuelle IP-Konfiguration einzusehen, öffnen Sie bitte ein Befehlsfenster und geben Sie dort ipconfig /all ein (ohne die Anführungszeichen), um die Details anzeigen zu lassen. Sie können die DNS-Konfiguration ändern, indem Sie die folgenden Schritte ausführen:
Starten Sie die DNS-Management-Konsole. Dort sollte es einen Hosteintrag (einen A-Eintrag in der erweiterten Ansicht) für den Computernamen geben. Außerdem sollten Sie dort einen Eintrag Autoritätsursprung (SOA in der erweiterten Ansicht) sehen, der auf den Domänencontroller (DC) verweist, sowie einen Eintrag Namensserver (NS in der erweiterten Ansicht). Active Directory-DNS-Registrierung: Die Active Directory-DNS-Einträge müssen in DNS registriert werden. Bei der DNS-Zone kann es sich entweder um eine primäre Standardzone oder eine Active Directory-integrierte Zone handeln. Eine Active Directory-integrierte Zone unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von einer primären Standardzone. Eine Active Directory-integrierte Zone bietet die folgenden Vorteile: Der DNS-Dienst von Windows 2000 speichert Zonendaten in Active Directory. Dies führt dazu, das die DNS-Replikation mehrere Master erzeugt. Außerdem kann jeder DNS-Server Aktualisierungen für eine Active Directory-integrierte Zone entgegen nehmen. Durch den Einsatz der Active Directory-Integration ist es zudem nicht mehr erforderlich, eine separate Replikationstopologie für die DNS-Zonenübertragung zu unterhalten. Sichere dynamische Aktualisierungen werden in die Windows-Sicherheit integriert. Dadurch hat ein Administrator die Möglichkeit, präzise zu steuern, welche Computer welche Namen aktualisieren dürfen, und es wird verhindert, dass nicht dazu berechtigte Computer bei DNS existierende Namen abfragen können. Führen Sie bitte die folgenden Schritte durch, um sicherzustellen, dass DNS die Active Directory-DNS-Einträge registriert:
Falls diese Ordner nicht existieren, werden die Active Directory-DNS-Einträge nicht von DNS registriert. Diese Einträge sind für die Funktionalität von Active Directory von entscheidender Bedeutung und müssen innerhalb der DNS-Zone vorhanden sein. Sind sie nicht vorhanden, sollten Sie die Active Directory-DNS-Eintragsregistrierung reparieren. Führen Sie hierzu die folgenden Schritte durch:
Der Server muss wahrscheinlich seine IP-Konfiguration erneut registrieren (unter Verwendung von Ipconfig), nachdem Sie die Zone . gelöscht haben. Außerdem muss möglicherweise der Anmeldedienst Netlogon neu gestartet werden. Weitere Details zu diesem Schritt erfahren Sie an späterer Stelle in diesem Artikel. Erstellen Sie die Active Directory-DNS-Einträge manuell neu. Sie können das Windows 2000-Hilfsprogramm Netdiag verwenden, um die Active Directory-DNS-Einträge wieder aufzufüllen. Netdiag ist Bestandteil der Windows 2000-Supporttools. Geben Sie in einer Eingabeaufforderung netdiag /fix ein. Führen Sie bitte die folgenden Schritte aus, um die Windows 2000-Supporttools zu installieren:
Nachdem Sie das Dienstprogramm Netdiag ausgeführt haben, aktualisieren Sie bitte die Ansicht in der DNS-Management-Konsole. Die Active Directory-DNS-Einträge müssten dann aufgelistet sein. Hinweis: Der Server muss wahrscheinlich seine IP-Konfiguration erneut registrieren (unter Verwendung von Ipconfig), nachdem Sie Netdiag ausgeführt haben. Außerdem muss möglicherweise der Anmeldedienst Netlogon neu gestartet werden. Falls die Active Directory-DNS-Einträge jetzt immer noch nicht aufgelistet werden, müssen Sie die DNS-Zone eventuell manuell neu erstellen. Manuelles Erstellen der DNS-Zone:
Falls die Active Directory-DNS-Einträge immer noch nicht vorhanden sind, liegt dies vielleicht an einem nicht korrekt verbundenen DNS-Namespace. Falls Sie den Verdacht haben, dass dies der Fall sein könnte, lesen Sie bitte den Abschnitt Nicht verbundener DNS-Namespace in diesem Artikel. Dynamische Zonenaktualisierungen: Microsoft empfiehlt, dass die DNS-Lookupzone dynamische Aktualisierungen akzeptiert. Sie können dynamische Aktualisierungen wie folgt ermöglichen:
DNS-Weiterleitungen: Um die Netzwerkfunktionalität auch außerhalb der Active Directory-Domäne zu gewährleisten (etwa bei Browseranfragen nach Internetadressen), konfigurieren Sie den DNS-Server bitte so, dass DNS-Abfragen an den entsprechenden Internetdienstanbieter (ISP) oder andere DNS-Server der Organisation weitergeleitet werden. Führen Sie bitte die folgende Schritte aus, um eine solche Weiterleitung für den DNS-Server zu konfigurieren:
[*]Hinweis: Falls das Kontrollkästchen Weiterleitung aktivieren nicht verfügbar ist, versucht der DNS-Server, als Host für eine Stammzone zu fungieren (der Name einer solchen Zone besteht in der Regel nur aus einem Punkt .). Sie müssen diese Zone löschen, damit der DNS-Server DNS-Abfragen weiterleiten kann. In einer Konfiguration, bei der der DNS-Server nicht auf den DNS-Server eines Internetdienstanbieters oder einen anderen DNS-Server angewiesen ist, können Sie eine Stammzone verwenden. [*]Geben Sie die IP-Adressen für die DNS-Server ein, die weitergeleitete Abfragen von diesem DNS-Server entgegen nehmen sollen. Die Liste wird von oben nach unten verarbeitet; falls Sie einen bestimmten DNS-Server bevorzugen, setzen Sie diesen bitte an die oberste Position der Liste. [*]Klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu bestätigen.[/list] Netzwerkkonfiguration: Sie müssen bestimmte Netzwerkkomponenten korrekt konfigurieren, um die einwandfreie Funktion von Active Directory im Netzwerk zu gewährleisten und sicherzustellen, dass Computer sich der Domäne anschließen können. Die Datei- und Druckerfreigabe muss aktiviert sein: Falls die Datei- und Druckerfreigabe auf dem Windows 2000-Domänencontroller deaktiviert ist, werden bei Versuchen, sich der Domäne anzuschließen, Fehlermeldungen angezeigt. Beachten Sie bitte, dass es Situationen gibt, in denen es vorzuziehen ist, die Datei- und Druckerfreigabe auf einem Windows 2000-Computer zu deaktivieren. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn über das Internet auf einen Windows 2000-Computer zugegriffen werden kann. In dieser Situation sollten Sie die Datei- und Druckerfreigabe nur auf der Netzwerkkarte deaktivieren, auf die über das Internet zugegriffen werden kann. Die Funktion NetBIOS über TCP/IP muss für andere Clients aktiviert sein: Falls Clients, auf denen Windows 2000 nicht ausgeführt wird (zum Beispiel Clients mit Microsoft Windows 95, Microsoft Windows 98 oder Microsoft Windows NT), zu der Active Directory-Domäne gehören, müssen auch diese die NetBIOS-Namensauflösung durchführen können. Die NetBIOS-Namensauflösung funktioniert nicht, wenn die Funktion NetBIOS über TCP/IP deaktiviert ist. Aktualisierung der Installation: Früherer (alter) DNS-Server: DNS-Server, die mit Windows NT 4.0 arbeiten, können die Active Directory-DNS-Einträge nicht dynamisch registrieren. Die beste Lösung besteht in diesem Fall darin, DNS auf dem Active Directory-Domänencontroller zu installieren, um zu gewährleisten, dass die Active Directory-DNS-Einträge für die Domäne registriert werden. Nicht verbundener DNS-Namespace: Sie müssen die richtigen DNS-Suffixinformationen konfigurieren, bevor Sie mit der Aktualisierung auf Windows 2000 beginnen. Sie können den Servernamen und die DNS-Domäneninformationen nicht mehr ändern, nachdem Active Directory installiert ist. Um die DNS-Suffixinformationen in Windows NT zu konfigurieren, bevor Sie den Computer zu einem Active Directory-Domänencontroller auf Windows 2000-Basis aktualisieren, führen Sie bitte die folgenden Schritte aus:
Falls Sie die DNS-Domäneninformationen ändern müssen, nachdem Sie Active Directory installiert haben, müssen Sie das Dienstprogramm Dcpromo auf dem Computer ausführen, um ihn aus der Domäne zu lösen und zu einem eigenständigen Server zu machen. Um zu ermitteln, ob ein nicht verbundener Namespace auf einem Windows 2000-Domänencontroller existiert, führen Sie bitte die folgenden Schritte aus:
Enthalten diese beiden Einträge keine identischen Suffixinformationen, existiert ein nicht verbundener DNS-Namespace. In diesem Fall ist die ordnungsgemäße Registrierung von Active Directory-DNS-Einträgen nicht möglich. Hinweis: Die einzige unterstützte Methode zur Problembehandlung in einem solchen Fall besteht darin, den Computer mit Dcpromo aus der Domäne zu lösen und zu einem eigenständigen Server zu machen. Sie können dann die DNS-Namespaceinformationen korrigieren und Dcpromo erneut ausführen, um den Computer wieder zum Domänencontroller heraufzustufen. Warnung: Lassen Sie Vorsicht walten, wenn Sie feststellen, dass dieser Prozess in einer Windows 2000-Domäne erforderlich ist. Das Verfahren, den Computer mit Dcpromo aus der Domäne zu lösen und dann eine Active Directory-Domäne neu zu erstellen, führt zu einem totalen Verlust aller Informationen zu Computer- und Benutzerkonten für die Domäne. Nachdem Sie dieses Verfahren angewendet haben, müssen Sie alle Informationen zu Computer- und Benutzerkonten manuell neu erstellen. |
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