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Artikel 55: Funktionsweise der Startdiskette für die Remoteinstallation

Die Startdiskette für die Remoteinstallation eröffnet Clients, die nicht über einen PXE-fähigen Netzwerkadapter verfügen, die Möglichkeit, den RIS-Server zu nutzen.
Die Startdiskette erstellt einen PXE-Emulator, der auf unterstützten PCI-Netzwerkadaptern funktioniert und diesen die Möglichkeit eröffnet, eine Verbindung zum RIS-Server herzustellen. Da eine einzige Diskette für alle Netzwerkadapter funktioniert, benötigen Sie jetzt keine spezielle Netzwerk-Startdiskette mehr. Die unterstützten Netzwerkadapter sind in dem Dienstprogramm aufgelistet, das die Startdiskette erstellt.

Dieses Dienstprogramm hat den Namen "Rbfg.exe" und ist in dem folgenden Netzwerkordner gespeichert:

reminstadmini386

Anmerkung:
RBFG-Disketten unterstützen nur die Adapter, die im Adapterlistenfeld aufgeführt sind. Bei allen Adaptern in dieser Liste handelt es sich um PCI-Adapter. Netzwerkadapter auf ISA-, ISA(pnp)- und PCMCIA-Basis werden nicht unterstützt.

Die Startdiskette kann äußerst hilfreich sein, wenn Sie RIS einsetzen, um Programme auf einem Laptop zu installieren. Da PCMCIA von uns nicht unterstützt wird, können Sie das System in eine Dockingstation setzen und eine durch RBFG erstellte Startdiskette verwenden, um eine Verbindung zu dem Server herzustellen, sofern die Dockingstation einen unterstützten PCI-Netzwerkadapter beinhaltet.

Die folgende Liste enthält die unterstützten Netzwerkadapter:

  1. 3Com-Netzwerkadapter

    • 3c900 (Combo und TP0)

    • 3c900B (Combo, FL, TPC, TP0)

    • 3c905 (T4 und TX)

    • 3c905B (Combo, TX, FX)


  2. AMD-Netzwerkadapter


    • AMD PCNet und Fast PC Net


  3. Compaq-Netzwerkadapter


    • Netflex 100 (NetIntelligent II)

    • Netflex 110 (NetIntelligent III)


  4. Netzwerkadapter von der Digital Equipment Corporation (DEC)


    • DE 450

    • DE 500


  5. Hewlett-Packard-Netzwerkadapter


    • HP Deskdirect 10/100 TX


  6. Intel-Netzwerkadapter


    • Intel Pro 10+

    • Intel Pro 100+

    • Intel Pro 100B (einschließlich Baureihe E100)


  7. SMC-Netzwerkadapter


    • SMC 8432

    • SMC 9332

    • SMC 9432



Sie können der RIS-Startdiskette keine weiteren Netzwerkadapter hinzufügen. Microsoft fügt im Laufe der Zeit weitere Netzwerkadapter hinzu und nimmt die entsprechenden Aktualisierungen im Dienstprogramm "Rbfg.exe" vor, das über die normalen Vertriebskanäle zu beziehen ist (Internet, Windows-Update sowie neue Service Packs und Feature Packs).

Und was ist mit der GUID des Computers? Alle NETPCs werden mit einer eindeutigen GUID ausgeliefert. Wie kann die RBFG-Startdiskette dann eine GUID finden?

Wenn ein PXE-Client eine Verbindung zu einem Server herstellt, wird neben anderen Elementen auch die GUID des Computers ausgetauscht, bevor Sie den Anmeldebildschirm vor sich sehen. Es handelt sich dabei um eine eindeutige 32-Bit-Nummer, die mit dem Computerkontenobjekt gespeichert wird, das in Active Directory erstellt wird. Netzwerkadapter ohne PXE-Start-ROM haben keine derartige Nummer und senden daher 32 Nullen oder 32 Fs (hexadezimal). Um eine GUID zu generieren, verwendet BINL die aus 12 Zeichen bestehende MAC-Adresse und stellt dieser 24 Nullen voran. Bei diesem Prozess wird eine 32-Bit-Nummer erzeugt, die als GUID verwendet werden kann, da diese auf dem jeweiligen Netzwerk und zu der jeweiligen Uhrzeit ebenfalls eindeutig ist. Das bedeutet, dass das neu erstelle Computerkontenobjekt tatsächlich dem Netzwerkadapter zugeordnet wird und nicht dem Computer.

Wenn Sie den Netzwerkadapter in einen anderen Computer einsetzen, geht RIS davon aus, dass der neue Computer mit dem alten Computer identisch ist. Der Administrator muss die GUID aus dem Computerkontenobjekt für den alten Computer löschen. Falls ein Benutzer versucht, den neuen Computer unter Verwendung eines anderen Computernamens zu installieren, werden im Rahmen einer Warnung vor doppelt vorhandenen GUIDs die Namen der Computer im Netzwerk angezeigt, die bereits dieselbe GUID haben. Das Verhältnis zwischen GUIDs und Computerkontenobjekten sollte 1 zu 1 sein.

Quelle: MS Knowledgebase Q242920


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